Elektrogeräte

Es gibt auch Flurförderzeuge, die über eine Elektroantrieb verfügen. Oft werden hierbei Gleichstrommotoren verwendet, die überwiegend als Fahr- und Hubmotoren und als Lenkhilfe zum Mastvorschub und Schwenken der Gabel eingesetzt werden. Ob es sich im Bezug auf den Antrieb um einen Vorder- oder Hinterradantrieb handelt ist anhängig von der jeweiligen Bauart.

Die Antriebsbatterien sind und gummi- oder kunststoffbeschichteten Batterietrögen untergebracht. Hierbei kommen meist Bleiakkumulatoren zum Einsatz, da sich alkalische Batterien aufgrund der physikalischen Eigenschaften weniger eignen.

Hubmotoren arbeiten meistens unabhängig von den Fahrmotoren. Es gibt jedoch Ausnahmen wie z.B. bei dem Einmotorenbetrieb. Hierbei gibt es nur einen einzigen Motor der für fahren und heben zuständig ist.

Einige Flurförderzeuge verfügen aber auch über einen Drehstrommotor, der über Stromwandler vom Batteriestrom angetrieben wird. Diese Art von Elektroantrieb ist allerdings eher selten anzutreffen. Diese Hubwagen werden von einer mitgehenden Person manuell gesteuert und haben daher die normgerechte Typenbezeichnung EGG = Elektro-Geh-Gabelstapler. Ihr Einsatzgebiet ist überwiegend im Bereich der Räder eines LKW beim be- und entladen oder im Palettenregallager, wenn kein unter- oder umfahren mit Radarmstaplern möglich ist. EGGs besitzen eine Tragfähigkeit von 250 bis 2000kg und werden in der Regel mit 24V-Antriebsbatterien ausgestattet. Das hintere Rad, welches auch das Lenkrad ist, wird mit Gleichstrommotoren von 0,5 bis 2,5 KWh angetrieben, ein separater Hubmotor sorgt für die Hub- und Neigebewegung. Meistens sind EGGs mit einem integrierten Ladegerät ausgestattet. Somit ist das Aufladen an einer ganz normalen Steckdose möglich. Da die Fahrgeschwindigkeit auf 6km/h beschränkt ist, ist es nicht notwendig eine Zulaßung für das Befahren öffentlicher Straßen zu beantragen. EGGs können auch mit einer zusätzlichen Standplattform ausgestattet werden, wenn z.B. größere Strecken überwunden werden müßen. Aus Sicherheitsgründen darf die Last dann nicht mehr als 300mm angehoben werden, wenn der Bediener auf der Plattform steht.

Zudem gibt es noch Elektro-Fahrersitz-Gabelstapler, kurz EFG, die es mit drei oder vier Rädern gibt. Die Dreiradausführungen haben vorne zwei Räder und hinten eines, wobei das Hinterrad das Lenkrad ist. Der Antrieb erfolgt entweder über die Hinter- oder die Vorderräder. Welcher Antrieb letztendlich gewählt wird, ist abhängig von den Einsatzbedingungen. Eine beßere Bodenhaftung bietet der Vorderradantrieb, wenn überwiegend Bergfahrten mit einer Last gefahren werden. Wird der EFG zum Verstauen von Paletten auf engstem Raum eingesetzt, bietet sich der Einsatz eines EFG mit Hinterradantrieb an. In der Regel haben EFGs eine Tragfähigkeit von 300 bis 3.000 kg und eine Standardhubhöhe von 3.300mm. üblicherweise werden EFGs mit 24V Batterien ausgestattet, es gibt aber auch Geräte mit 48 V und 80V Batterieanlagen. Der EFG mit Dreiradausführung hat einen äußeren Wenderadius von 90 Grad, was ein entscheidender Vorteil gegenüber der Vierradausführung ist.

EFGs mit vier Rädern haben meist einen Vorderradantrieb, der durch einen Fahrmotor und die Kraftübertragung über ein Differential erfolgt. Nur wenige Modelle haben einen hydraulischen Motorantrieb. Die Bereifung besteht aus Luftreifen wobei auch oft zu Superelastikreifen tendiert wird. Diese haben einen größeren Reifendurchmeßer und fangen somit Fahrbahnstöße beßer ab. Die Tragfähigkeit von Vierradgabelstapler liegt bei bis zu 16 Tonnen und die Standhubhöhe bei bis zu 10.000 kg Tragfähigkeit. Die Mehrzahl der Elektrovierradstapler in Deutschland verfügt über 80 Volt Batterien. Vierradelektrogabelstapler finden ihr Einsatzgebiet dort, wo verbrennungsmotorische Stapler aus gesundheitlichen Gründen nicht eingesetzt werden dürfen.

 

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