Anbaugeräte
Die Anbaugeräte werden in zwei Gruppen unterteilt: die integrierten, sie sind fest an den Stapler montiert und die nicht integrierten, die mit Vorrichtungen an- und abgebaut werden können. Zu den Anbaugeräten gehören:
- Lastenträger, sie dienen zur Lastenaufnahme und haben Gabeln mit ein oder zwei Zinken
- Gabelverlängerungen, zur Aufnahme von Lasten, die die Länge der Gabeln des Flurförderzeuges übersteigen. Die
- Verlängerungen werden auf die normalen Gabelzinken aufgeschoben und mit Bolzen hinter dem Gabelrücken befestigt.
- Mehrzinkengabeln, sie dienen der gesicherten Aufnahme von Fäßern.
- Klappgabeln, sie können bei einer Leerfahrt manuell oder hydraulisch hochgeklappt werden.
- Plattformen, dies sind geschloßenen Ladeflächen, die die Aufnahme von Lasten ohne feste Unterlage erleichtern.
- Dorn, er besteht aus einem Rohr und dient der Aufnahme Hohlkörpern wie z.B. Rohre.
- Ballenklammern, sie bestehen aus einem Klammerkörper und einem Klammerarm und dienen der Aufnahme von Baumwoll-, Zellstoff und Altpapierballen, Kartons oder Kisten.
- Steinklammern, dies sind hydraulische Anbaugerät zur Aufnahme, zum Transport und zum Stapeln von Beton, Schwerbeton, Verbundpflaster und Bimßtein. Die Tragfähigkeit liegt bei bis zu 3.000 kg.
- Faßklammern, sie dienen der Aufnahme von Fäßern die dann transportiert, gekippt, gedreht und entleert werden können.
- Rollenklammern, sie besteht aus dem Klammerkörper, den Klammerarmen und einem Drehgerät. Das Drehgerät bringt liegende Rollen in die Senkrechte und senkrechte Rollen in die Horizontale. Die Klammern verfügen über einen Drehbereich von 90 Grad in eine oder beide Richtungen. Hauptverwendungsbereich ist die Aufnahme, der Transport und das Stapeln von Papierrollen in der Papierindustrie, in Druckerein und in Speditionen.
- Seitenkippgeräte, sie sind in Gießereien zum Transport von Flüßigmetall vom Schmelzofen zum Warmhalteofen oder zur Gießform zu finden.
- Manipulatoren, werden eingesetzt in Gesenkschmieden der Stahlindustrie zur Handhabung von Stahlblöcken und Brammen.
- Steinklemmgabeln, dies sind mehrzinkige Steinklammern, bei denen die untersten Steinreihen zwischen den Gabelzinken gehalten wird.
- Kranarm, nimmt Lasten von oben mittels eines Kranhakens auf.
Arbeitsbühnen, sie dienen gelegentlichen Montagearbeiten in größerer Höhe. Die Unfallverhütungsvorschriften sehen vor, daß Arbeitsbühnen arretierbar sein, eine rutschfeste Trittfläche haben und über ein Geländer verfügen müßen.
- Anschieber, sie schieben die Last hydraulisch nach vorne.
- Klemmschieber , sie machen die Verwendung von starren Paletten überflüßig.
- Lasthalter, bestehen aus einer oder zwei von oben wirkenden Druckplatten die dazu dienen, auf Paletten geschichtete Kartons oder Kästen während des Transports zu stabilisieren.
- Zusatzhubgerüste, dienen der Vergrößerung der Hubhöhe.
- Zinkenverstellgeräte, hierbei kann der Abstand der Zinken zueinander hydraulisch verstellt werden.
- Lastschutzgitter, verhindern, daß die Last bei gehobenem Zustand nach hinten rutscht.
- Fahrerschutzdächer, sie schützen den Fahrer während der Arbeit gegen herabfallende Teile.
Bei Anbaugeräten ist die Resttragfähigkeit meist geringer als die Nenntragfähigkeit. Das kommt durch das Eigengewicht des Anbaugerätes, mit dem der Lastenschwerpunkt nach vorn verlagert wird. Flurförderzeuge mit einem Anbaugerät müßen daher ebenso den Sicherheitsbestimmungen gerecht werden wie Flurförderzeuge ohne Anbaugeräte. (Unfallverhütungsvorschriften BGV D27 §37 Absatz 1.)
